FAQ und allgemeine Planungshinweise

 

 

 

Geschlossene Kondensatsysteme

 

In der professionellen Kondensatwirtschaft sind geschlossene Systeme aus Energieeinsparungsgründen offenen Anlagen grundsätzlich vorzuziehen.

Bei offenen Anlagen entspannen sich Siedkondensate über die Wrasenleitung, was zu erheblichen Energieverlusten führt. Zudem geht auch die Masse des in der Atmosphäre kondensierenden Wrasendampfes dem Prozess verloren.

Außerdem werden bei Außerbetriebsetzung der Anlage durch das Erkalten des Kondensates beträchtliche Mengen an Sauerstoff eingesogen, was ein Korrodieren der Anlagen- und Rohleitungsteile beträchtlich fördert.

Allerdings ist der Sammler bei einem geschlossenen System durch ein Sicherheitsventil zu schützen oder so auszulegen, dass er dem vorhandenen Kondensatdruck standhält.

 

 

 

 

 

Allgemeine und spezielle Planungshinweise

 

 

 

 

 

 

 

Wie kann ich die Funktion des VOIGT-Hebers fernüberwachen?

 

Hierfür gibt es zwei Möglichkeiten.

Die Druckverhältnisse im VOIGT-Heber wechseln bei jedem Arbeitshub. Über ein Kontaktmanometer können diese Druckimpulse übertragen werden.

Weiterhin kann die Sammelbehälter mit einer Niveaumessung versehen werden. Sobald der Kondensatspiegel eine bestimmte Höhe übersteigt, würde dies auf ein Problem hindeuten.

 

 

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Welchen Einfluss besitzt der Kondensatvordruck auf die Funktionsweise des VOIGT-Hebers?

 

Während der Zulaufphase ist der VOIGT-Heber über seine Entspannungsleitung mit dem Pufferbehälter oder dem Verbraucher verbunden. Damit besteht ein Druckausgleich, wodurch das Kondensat drucklos, unter Überdruck oder unter Vakuum dem VOIGT-Heber frei zulaufen kann. Somit hat der Kondensatvordruck keinen Einfluss auf die Funktionsweise des VOIGT-Hebers. Seitens des Herstellers müsste lediglich eine zugehörige Auswahl für den Sitzfläche des Dampfeinlassventils erfolgen. Seitens des Herstellers muss allerdings eine zugehörige Auswahl für die Sitzfläche des Dampfeinlassventils erfolgen. Bei stark schwankenden Kondensatvordrücken ist eine Anfrage beim Hersteller erforderlich.

 

 

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Was ist eine Kampagne-Anlage?

 

Bei bestimmten Prozessen unterscheiden sich Grund- und Spitzenlast sehr erheblich.

Es empfiehlt sich daher, für die Grundlast einen VOIGT-Heber geringerer Leistung einzusetzen, der sich überwiegend oder ständig in Betrieb befindet.

Für die Spitzenlast wird ein weiterer VOIGT-Heber entsprechender Leistung eingesetzt, der sich automatisch zuschaltet, sobald der Kondensatspiegel im Pufferbehälter oder im Verbraucher über ein bestimmtes Niveau ansteigt (getauchte Rohre).  Das Zulaufrohr des Hebers 1 endet z.B. auf einem Niveau von 150 mm über der Behälterunterkante. Diese Höhe wird bei normaler Arbeitsweise nur geringfügig überschritten. Das Zulaufrohr für den Heber 2 (Spitzenlast, Redundanz) endet bei einem Niveau von 250 mm über der Unterkante des Sammelbehälters.

Steigt der Kondensatspiegel im Behälter auf dieses Niveau an, setzt sich der Heber 2 automatisch in Betrieb und schaltet sich ebenso automatisch wieder ab, sobald der Kondensatspiegel absinkt. Diese Situation würde auch eintreten, falls z.B. am Heber 1 ein Problem bestehen würde.

 

 

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Warum geben Sie die Förderleistung in l/min an?

 

Bei Anlagenauslegungen wird für die Leistung überwiegend die Zeiteinheit m³/h angegeben. Es ist aber nicht davon auszugehen, dass die Fördermenge kontinuierlich über die gesamte Zeitschiene anfällt. Leistungsangaben pro Stunde erfolgen deshalb oft unter Vernachlässigung dieser Kontinuität, d.h. das Kondensat kann durchaus in Intervallen mit einer erheblich kürzeren Zuflusszeit anfallen.

Pumpenanlagen sind deshalb in der Regel überdimensioniert und können somit Spitzenlasten abfangen.

Da der VOIGT-Heber vollautomatisch arbeitet, wenn Kondensat zufließt, also ausschließlich vom Kondensatzufluss gesteuert wird, kann er bei einer Leistungsangabe in l/min. genauer auf die zu erwartende Spitzenlast ausgelegt werden.

 

 

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Worauf begründet sich die geforderte Zulaufhöhe für einen VOIGT-Heber?

 

Der freie Zulauf zu einem VOIGT-Heber beruht auf dem Prinzip kommunizierender Gefäße. In der Zulaufphase erfolgt ein Niveau- und  Druckausgleich zwischen dem Sammelbehälter und dem VOIGT-Heber.

Das Kondensat hat dabei die Widerstände in der Zulaufleitung (Rohrleitung und Armaturen) zu überwinden und außerdem muss eine Mindestströmungsgeschwindigkeit gewährleistet werden, um die Leistungsparameter zu erreichen.

Zum Einsatz gelangen handelsübliche Armaturen unterschiedlicher Bauart und Qualität, was bei der Bemessung der Zulaufhöhe berücksichtigt ist.

Die Angabe von extrem niedrigen Zulaufhöhen wie bei einigen Konkurrenzprodukten wäre ein untaugliches Verkaufsargument.

Bei Überdruckkondensaten kann allerdings die vorgeschriebene Zulaufhöhe verringert werden oder wegfallen, wenn die Entspannungsleitung des VOIGT-Hebers in eine Leitung mit niedrigerem Druck eingebunden wird.

 

 

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Wie führe ich eine Funktionskontrolle beim VOIGT-Heber durch?

 

Am Geräuschpegel im Umfeld von Industrieanlagen kann man das Arbeiten des VOIGT-Hebers nicht feststellen. Dass der VOIGT-Heber arbeitet, stellt man am Ausschlag des aufgesetzten Betriebsmanometers fest, welcher bei jedem Arbeitshub erkennbar ist.

Falls tatsächlich eine Fernüberwachung gewünscht ist, lässt sich diese durch ein Kontaktmanometer realisieren.

Außerdem kann am Behälter der Höchststand des Kondensatspiegels kontrolliert werden. Ein diesbezügliches Füllstandssignal würde melden, dass am Heber ein Problem besteht.

 

 

 

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Welche Arbeitsmedien sind für einen VOIGT-Heber gebräuchlich?

 

Bei Kondensatförderung bietet sich in erster Linie Dampf als Treib- bzw. Arbeitsmedium an. Es können aber auch Inertgase, Stickstoff oder Druckluft verwendet werden.

 

 

 

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Welche Funktion besitzt ein VOIGT-Heber in einer Eigendruck-Anlage?

 

Wenn Kondensat mit Eigendruck zurückgewonnen werden kann, ist das die einfachste Lösung.

In vielen Fällen kommen aber Eigendrucksysteme bei Druckschwankungen zu einem Teilstillstand bzw. entleeren sich die Systeme zu langsam. Ein oder mehrere VOIGT-Heber kleinerer Leistung werden deshalb an geeigneten Schlüsselstellen als sog. Beschleuniger zwischengeschaltet. Kommt es nun zu einem Stau steigt der Kondensatspiegel im VOIGT-Heber, wodurch dieser automatisch kurzzeitig in Betrieb gesetzt wird. Sind im System wieder normale Fließgeschwindigkeiten erreicht, setzt sich der VOIGT-Heber ebenso automatisch wieder still.

 

 

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Was versteht man unter dem Begriff Entlüftungs- oder Entspannungsleitung?

 

Bevor sich der VOIGT-Heber nach einem Arbeitshub wieder füllen kann, muss die Arbeitsdampfrate evakuiert werden.

Dies geschieht über die sog. Entlüftungs- oder Entspannungsleitung, die mit dem Sammelbehälter oder dem Verbraucher verbunden ist.

Der Restdampf wird dadurch wieder in das Kondensat eingeleitet, gibt an dieses seine Wärme ab und bleibt auch masseseitig als Kondensat dem System erhalten.

Wir nennen diese Leitung deshalb auch Energiespar- bzw. Energierückgewinnungsleitung.

 

 

 

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Wie realisiert man beim VOIGT-Heber eine Vorrangschaltung?

 

Der VOIGT-Heber fördert das Kondensat kontinuierlich zur Verwendungsstelle bzw. in das Kesselhaus.

 

Um eine Überspeisung des Kessels zu vermeiden, kann zu einem bestimmten Zeitpunkt eine Kondensatzuführung unerwünscht sein. In solchen Fällen genügt eine Fernsperre mit geringen Stellkräften in der Entlüftungsleitung des VOIGT-Hebers (Magnetventil), wodurch diesem kein Kondensat mehr zufließen kann. Der VOIGT-Heber setzt sich automatisch still und läuft ebenso automatisch wieder an, sobald die Sperre aufgehoben ist.

 

 

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Wie arbeitet ein VOIGT-Heber unter Vakuum?

 

Der VOIGT-Heber muss in diesem Falle mit dem Verbraucher bzw. dem Pufferbehälter über seine Entspannungsleitung verbunden sein.

In der Zulaufphase zum VOIGT-Heber ist das Dampfauslassventil des Steuerblocks geöffnet, wodurch eine freie Verbindung zum unter Vakuum stehenden Sammler, Kondensator oder sonstigem Verbraucher besteht und somit ein allseitiger Druckausgleich besteht (gleiches Vakuum auch im VOIGT-Heber).

Dadurch läuft das Kondensat dem VOIGT-Heber frei zu, wobei es prinzipiell unerheblich ist, welche Druckverhältnisse bestehen. Somit kann der Kondensatvordruck auch gleitend in den drucklosen Bereich wechseln.

 

Ein Hauptvorteil beim Einsatz eines VOIGT-Hebers liegt darin, dass dieser nur arbeitet bzw. arbeiten kann, wenn Kondensat zufließt bzw. zur Verfügung steht. Demnach sind keinerlei Regelungen erforderlich, Kavitation ist ausgeschlossen.

Eine Ausschleusung des Kondensates erfolgt zuverlässig und problemlos ohne jegliche regeltechnische Einrichtungen.

 

 

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Warum soll am Hochpunkt der Entlüftungsleitung ein Disco-Ventil vorgesehen werden?

 

Es ist darauf zu achten, dass sich in der Entlüftungsleitung des VOIGT-Hebers möglichst wenig Kondensat anstaut, da andernfalls ein Gegendruck zur Kondensatzulaufleitung aufgebaut würde. Dies soll vermieden werden.

 

Das vorerwähnte Disco- bzw. Zwischenflanschrückschlagventil DN 25 verhindert dabei, dass Kondensat aus dem Sammelbehälter in die Entlüftungsleitung ausdampfen und sich dort niederschlagen kann.

Bei längeren Stillstandszeiten kann außerdem im VOIGT-Heber gegenüber dem Sammler eine Untertemperatur entstehen, wodurch Kondensat in die Entspannungsleitung gesaugt werden könnte.

 

 

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Welche Medien kann man mit einem VOIGT-Heber fördern?

 

Grundsätzlich können alle flüssigen Medien, sofern sie keine Haft- oder Klebeeigenschaften besitzen, mit dem VOIGT-Heber gefördert werden.

Bei aggressiven Medien oder in der Reinsttechnik wird der VOIGT-Heber materialseitig entsprechend ausgeführt.

 

Dies bezieht sich auf Heizungs- bzw. Prozesskondensate, auf Emulsionen, Benzole, Leichtöle, Wasser-Ölgemische, Säuren, Laugen bzw. allgemein auf Produktförderung in der chemischen Industrie, in Raffinerien oder in der Lebensmittelindustrie.

Als Treibmedium werden von Fall zu Fall Dampf, Inertgase, Stickstoff oder Druckluft eingesetzt.

 

 

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Welche Wartungs- und Pflegearbeiten fallen bei einem VOIGT-Heber an?

 

Ein VOIGT-Heber arbeitet bei Einhaltung der vorgegebenen Einsatz- bzw. Rahmenbedingungen grundsätzlich wartungsfrei und benötigt auch keinerlei Pflege.

 

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Muss beim Einsatz von VOIGT-Hebern Redundanz vorgesehen werden?

 

Auch Heber sind Maschinen und auch bei bester Technik können Ausfälle niemals völlig ausgeschlossen werden.

Ein Steuerblock oder ein Schwimmer sind zwar relativ schnell gewechselt, jedoch kann während dieser Zeit eine vorgeschaltete Anlage unter Umständen nicht arbeiten.

In solchen Fällen empfiehlt sich, zumindest zwei Heber in Redundanz vorzusehen, damit es im Störfall nicht zu einem Anlagenstillstand kommt.

Günstig wäre, wenn je Anlage ein Steuerblock und ein Schwimmer vor Ort als Reserve zur Verfügung stehen, damit jeweils ein sofortiger Austausch vorgenommen werden kann.

 

 

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Was ist bei Montage eines VOIGT-Hebers besonders zu beachten?

 

Unter Einhaltung der vorgeschriebenen Rahmenbedingungen (Zulaufhöhe, ausreichender Treibdampfdruck in Zusammenhang mit dem Kondensatvordruck und dem Gegendruck) ist der VOIGT-Heber entsprechend der Montageanleitung lediglich mit den Rohrleitungen zu verbinden. Da weder Elektrik noch Elektronik zum Einsatz gelangen, kann die Montage problemlos von Rohrleitungsmonteuren durchgeführt werden. Es ist jedoch wichtig, dass die eingangsseitigen Rückschlagventile für das Kondensat direkt an den VOIGT-Heber angeflanscht werden. Der VOIGT-Heber ist direkt unter dem Sammler aufzustellen, um eine sehr kurze Zulaufleitung realisieren zu können.

Auch die Entspannungsleitung ist so kurz wie möglich auszuführen.

 

 

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Wie kann man bei einer Freiluftaufstellung des VOIGT-Hebers ein Einfrieren verhindern?

 

Wird der VOIGT-Heber zur Kondensatförderung eingesetzt und erfolgt diese einigermaßen kontinuierlich, entfallen zusätzliche Maßnahmen.

In kritischen Fällen oder bei nicht ausreichender Isolierung genügt eine einfache Mantelbeheizung mittels dampfbeheizten Rohrschlangen oder Heizbändern.

 

 

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Wie hoch ist der Dampfbedarf für den Betrieb eines VOIGT-Hebers?

 

 

Es ist richtig, bei einem VOIGT-Heber von Dampfbedarf und nicht von Dampfverbrauch zu sprechen, da dessen Arbeitsdampf wärme- und masseseitig dem System erhalten bleibt. Um 1 m³ Kondensat zu verdrängen, wird 1m ³ Dampf benötigt.

Bei einem angenommenen Gegendruck in der Kondensatförderleitung von 2 bar werden somit 1,67 kg Dampf für das Verdrängen von 1 m³/h Kondensat benötigt. Hierbei ist jedoch ein ausreichender Massenstrom unbedingt zu beachten. Die Verdrängungszeit je Arbeitshub liegt bei 15 bis 20 Sekunden. Für diesen Zeitzyklus muss der Massenstrom des Treibmediums vorgehalten werden, wofür gem. dem vorstehenden Beispiel 5,01 kg/h bzw. 6.86 kg/h hochgerechnet zur Verfügung stehen müssen. Dies ist bei Zuführungsleitungen oder z.B. bei der Auslegung von Druckreduzierstationen unbedingt zu beachten.

 

 

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Welche Angaben sind für die Auslegung eines VOIGT-Hebers wichtig?

 

Für den Einsatz und die einwandfreie Funktion eines VOIGT-Heber sind bestimmte  Rahmenbedingungen zu erfüllen.

Zunächst muss der Druckköper des VOIGT-Hebers für den maximal zu erwartenden statischen Druck ausgelegt werden.

Der Treibdampfdruck liegt zwischen 2 und 15 bar, für den die geeignete Hebersteuerung ausgewählt wird. Hierzu werden die Dampfeinlassventile in vier verschiedenen Druckstufen geliefert (2-4, 4-8, 8-12, 12-15 bar).

Bei einem Kondensatvordruck von über 3 bar ist auch dieser anzugeben, da dieser Vordruck auf die Auswahl der Druckstufe für das Dampfeinlassventil von Bedeutung ist.

Außerdem ist die minimale Zulaufhöhe gem. den Einbauvorschriften einzuhalten wird. Sie wird von Oberkante Fußboden zu Unterkante Sammler oder Verbraucher gemessen.

Der Treib- bzw. Arbeitsdampfdruck muss etwa 2 bar höher liegen, als der nach dem VOIGT-Heber vorhandene Gegendruck.

Weiterhin ist die Förderleistung (l/min) bei Anfragen oder Bestellungen anzugeben. Der Kondensatanfall soll maximal bei etwa 70 % der Förderleistung eines Hebers liegen.

 

 

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Was ist bei einem VOIGT-Heber bei Redundanz zu beachten?

 

Theoretisch könnten beliebig viele VOIGT-Heber an ein Sammelsystem angeschlossen sein, ohne dass sich diese gegenseitig beeinflussen.

 

Bei von uns vorgeschlagenen Systemen ragt die sog. Saugleitung bis zu einer bestimmten Höhe in den Sammler hinein, wodurch ein Mindestkondensatspiegel besteht. Bis zur Mündung dieses eingetauchten Rohres entleert der VOIGT-Heber den Sammler bzw. pegelt sich der Wasserstand während des Betriebes auf dieses Niveau ein.

 

Wird aus Redundanzgründen ein weiterer VOIGT-Heber eingesetzt, sollte dessen Zulaufmündung etwas höher liegen, als bei dem Haupt-Heber.

Steigt der Kondensatspiegel auf das Niveau der Leitungsmündung des Zweithebers an, setzt sich der Zweit-Heber vollautomatisch in Betrieb.

Man kann auf diese Niveaustufung allerdings auch verzichten, wodurch die VOIGT-Heber automatisch wechselweise arbeiten.

Sollte tatsächlich ein VOIGT-Heber ausfallen, ist dies am ausbleibenden Manometerausschlag sofort zu erkennen.

Bei einer Verbindung zu einem Leitstand kann ein Signalgeber das Ansteigen des Niveaus im Sammelbehälter melden. Ebenso wäre es möglich, über ein Kontaktmanometer die Arbeitsimpulse zu überwachen.

 

 

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Worauf begründet sich die von Ihnen beschriebene Zuverlässigkeit des VOIGT-Hebers?

 

Alle Bau- und Funktionskomponenten eines VOIGT-Hebers sind für eine maximale Belastung ausgelegt, die während einer bestimmungsgemäßen Nutzung praktisch nicht überschritten werden kann.

Die für den Einsatz erforderlichen Rahmen- und Leistungsbedingungen sind in unseren Vorschriften eindeutig formuliert, verkaufsorientierte Übertreibungen würden weder dem Kunden noch uns einen Nutzen bringen.

Attribute einer dauerfesten Anlage mit ständiger Verfügbarkeit und extrem hoher Lebensdauer sind vor allen Dingen die einfache und robuste Bauweise sowie das generelle Anlagenkonzept, nach welchem der VOIGT-Heber sich nicht zuletzt selbst sehr schonend behandelt und schützt.

Der im Arbeitsraum befindliche Schwimmer hält extremen Belastungen stand und ist verklemmungsfrei geführt.

Die Steuerung ist an das Hebergehäuse außen angeblockt, kommt mit den zu fördernden Medien nicht in Berührung und besitzt keine rotierenden oder besonders gelagerten Bauteile. Ebenso werden keine ermüdungsanfälligen Federn oder Fall- bzw. Kippgewichte verwendet. Filigrane Gelenke, instabile Gestänge, überbeanspruchte Düsen und dergl. sind ebenfalls nicht vorhanden.

Überhaupt erfolgte die gesamte Dimensionierung nach dem Grundsatz, u.a. interne Strömungsgeschwindigkeiten so gering wie möglich zu halten, was bei Produktförderung auch den Vorteil hat, dass kein Entmischen eintritt.

Jahrzehnte im Einsatz befindliche VOIGT-Heber bestätigen dies immer wieder neu.

 

 

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Welches Spezialpersonal wird beim Einbau eines VOIGT-Hebers® benötigt?

 

 

Der VOIGT-Heber st eine rein mechanische Fördereinrichtung.

Da weder Elektrik noch Elektronik oder Hilfsenergien benötigt werden, erfolgt die Montage von Rohrleitungsmonteuren, also ohne spezielles Personal.

 

 

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Arbeitet ein VOIGT-Heber kontinuierlich?

 

 

Diese Frage ist nicht eindeutig zu beantworten.

Gem. der Konzeption des VOIGT-Hebers arbeitet diese intermittierend, d.h. ein Arbeitsspiel erstreckt sich auf das Füllen und das Entleeren in einer Intervallgesamtdauer von ca. 45 Sekunden. Dabei wird jeweils der Inhalt des Arbeitsraumes gefüllt und entleert.

Dies erfolgt kontinuierlich, d.h. das Kondensat wird ständig in kleineren Mengen (Behälterinhalt) gefördert, wobei durch die elastische Arbeitsweise des VOIGT-Hebers keinerlei Druckstöße in den angeschlossenen Rohrleitungen auftreten.

Der VOIGT-Heber arbeitet dabei in direkter Abhängigkeit vom Kondensatanfall, d.h. solange Kondensat zufließt, wird dies ohne längere Verweilzeit sofort transportiert.

Aus diesem Grunde werden für den VOIGT-Heber auch nur sehr kleine Sammelbehälter benötigt – anders als bei elektrisch betriebenen Pumpen, die zur Reduzierung der Schalthäufigkeit bedeutend größere Behälter benötigen.

Ausgehend davon, dass die Pumpe bei den erheblich längeren Schaltpausen dann bei einem Pumpvorgang sehr große Mengen in die Systeme fördert, kann man hier von diskontinuierlicher Kondensatrückförderung sprechen.

 

 

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Warum ist ein VOIGT-Heber unempfindlich gegen hohe Temperaturen?

 

Der VOIGT-Heber besitzt keine mechanischen oder speziell abgedichteten Bauteile, die engen Toleranzen unterworfen sind.

Ebenso entfallen filigrane Hebelgebilde mit störanfälligen Umlenkungen sowie ermüdende Federn oder Kipp- bzw. Fallgewichte mit besonderer Lagerung.

In der Standardausführung ist der VOIGT-Heber für eine Betriebstemperatur von 300 °C bei -1 bis 25 bar ausgelegt, d.h. er ist für den Kondensatbereich auch aufgrund der verwendeten Werkstoffe als voll industrietauglich einzustufen.

 

 

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Was versteht man unter einem Zubringer in verzweigten Netzen?

 

Um den maschinellen Aufwand sowie die Anschaffungskosten in Grenzen zu halten, wird in der Anlagentechnik oft versucht, möglichst viele unterschiedliche Kondensatleitungen auf einen gemeinsamen Sammelbehälter zu führen.

Dies hat den Nachteil, dass sich diese Leitungen wegen ihrer unterschiedlichen Drücke gegenseitig negativ beeinflussen. In der Regel werden deshalb diese Behälter als offene Anlage betrieben, d.h. die Überdrücke werden über eine ins Freie gehende Wrasenleitung abgebaut. Dampffahnen und Umweltbeeinträchtigungen sind die Folge, wobei insbesondere auch die teilweise erheblichen Energieverluste zu benennen sind.

Bei sinnvollen Planungen hat sich daher eine Systementkopplung bewährt, d.h. Leitungen gleicher Drücke werden auf kleinere Fördereinheiten geführt, die das Kondensat dann aus geschlossenen Behältern mit Zwangsführung verzögerungsfrei auf Hauptstationen oder in Ringleitungen fördern.

Diese kleineren Einheiten, die das Kondensat aus Zwischensammlern oder Einzelverbrauchern den Hauptstellen zuführen, bezeichnen wir als Zubringer.

Da dies bei einem VOIGT-Heber in jedem Falle vollautomatisch geschieht, führt das zu einer wesentlich stabileren Anlagenfahrweise, ohne dass hier eine komplizierte Technik eingesetzt werden muss.

 

 

 

 

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© VOIGT Industrial Systems & Solutions GmbH, März 2017